Reise Ticker

Über die Schweizer Alpen in die Lombardei

Lombardei_Karte2Tag 2 in der Lombardei.

Auch heute stehen kontrastreiche Ziele auf unserem Programm. Zuerst die Metropole Norditaliens, die Hauptstadt der Lombardei – Mailand (Milano). Danach der Hauptort am Comer See – Como und last but not least ein Geheimtipp: Brunate.

4. Mailand (Milano)

09.40 Uhr – vor dem Ansturm

Wir waren heute schon sehr zeitig beim Frühstück, denn heute steht Mailand auf unserem Reiseplan. Der Weg dorthin ist nicht weit, nur etwa eine halbe Autostunde vom Hotel entfernt. Aber es gibt einige gute Gründe die Hauptstadt der Lombardei so früh am Tag wie möglich zu besuchen.
Ein Bekannter hatte uns gesagt, dass der Verkehr in Mailand der pure Horror sei. Als wir so gegen halb zehn die Stadtgrenze Mailands passieren, ist es überhaupt nicht schlimm mit dem Verkehr. Wir fahren auf der Via Monte Rosa stadteinwärts, auf der Suche nach einem Behintertenparkplatz, welchen wir sehr schnell finden.
Während der gesamten Reise scheint es, als ob es in Italien viel mehr Behindertenparkplätze geben würde als in Deutschland.

Milano310.05 Uhr – nach Plan laufend

Als wir an der im Vorfeld schon ausgewählten Station Amendola Fiera, welche laut U-Bahn-Plan barrierefrei ist, angekommen, merken wir, dass es hier keinen Aufzug, sondern eine Art Treppenlift gibt. Wie man diesen bedient steht zwar an einem Schild, es funktioniert aber leider nicht, und es kommt nach mehrmaligen läuten auch kein Personal.
Ich will mich jetzt damit auch nicht weiter beschäftigen, der Dom von Mailand wartet. Also den Rollstuhl leicht nach hinten gekippt und runter geht’s. Die Stufen sind sehr flach, so macht es nichts, dass es im Abgang zur Metro zweimal für acht bzw. neun Stufen nach unten geht.
Wir nehmen die Linie M1 und sind nach sieben Stationen am Dom. Hier gibt es zum Glück einen Aufzug, so dass wir bald auf dem Piazza del Duomo stehen – direkt vor dem Dom und neben dem Eingang zur Galeria Vittorio Emanuele II.

10.30 Uhr – langbeinig

Milano7Der Besuch des Duomo di Milano ist während des Sommers vormittags ratsam: die Hitze ist noch nicht so groß. Da erträgt man ein langes Beinkleid etwas leichter. Lange Hosen sind nämlich neben bedeckten Schultern Voraussetzung für einen Kirchenbesuch in Italien. Dies wissen scheinbar viele Besucher Mailands nicht, denn das Sicherheitspersonal am Eingang weißt immer wieder Leute ab, die nicht entsprechend gekleidet sind.
Als uns der Chef des Sicherheitspersonals bemerkt, müssen wir uns nicht einmal in der Schlange stehen. Er winkt uns freundlich nach vorne und verschafft uns unter den vielen Besuchern Platz, damit wir ohne Slalomfahrt zügig in den Dom einfahren können.
Da merkt man wieder mal, wie herzlich und zuvorkommend Rollstuhlfahrer in Italien behandelt werden – Hut ab (übrigens auch in der Kirche).

Milano911.35 Uhr – um die Ecke

Gleich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Dom befindet sich eine weitere Top-Sehenswürdigkeit Mailands: die Galleria Vittorio Emanuelle II.
Die Geschäfte, die in dieser vierflügligen, überdachten Einkaufspassage angesiedelt sind, sind aber nichts für den kleinen Geldbeutel. Wer den „Stier von Turin“ auf dem Mosaikfußboden findet wird sich fragen, warum auf Höhe dessen Gemächts eine tiefe Delle im Boden ist. Ich weiß es…
Der lichtdurchflutete Bau ansich ist aber auf jeden Fall sehenswert. Genauso wie die Schaufenster von Swarowski, Gucci, Prada & Co.

Betritt man die Galleria von der Piazza del Duomo aus und verlässt auf geradem Wege die Galleria am anderen Ende, so gelangt man direkt auf die Piazza Scala. Doch die Scala ansich stellt man sich sicher viel pompöser und glamuröser vor als man sie dann letztendlich vorfindet. Wenn uns jemand zuvor ein Bild gezeigt und behauptet hätte dies wäre einer der berühmtesten Opernhäuser der Welt, wir hätten ihn ausgelacht.
In der Mitte der Piazza findet sich dann aber doch ein sehr geeignetes Fotomotiv: Leonardo da Vinci.

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