Reise Ticker

Im Hinterland des Gardasee

3. Idrosee (Lago d’Idro)

Lago_d'Idro_113.45 Uhr – unkonventionell

Die Wetterlage hat sich hier im Tal deutlich gebessert. Wenn wir nun zurück nach Riva del Garda wollen, gibt es nun mehrere Möglichkeiten.
1. Wir fahren auf dem Weg zurück, den wir gekommen sind – scheidet aus, langweilig und zu früh am Tag.
2. Wir fahren runter (mit „runter“ meine ich Richtung Süden) bis zur Autobahn A4, um dann über Desenzano del Garda entlang am Westufer des Gardasees zurück zu fahren – scheidet aus, zu weit.
3. Ich bemühme meine Straßenkarte (Navigationssyseme haben sich in der Vergangenheit noch nicht am Markt etabliert) und suche mir einen anderen Weg zurück nach Riva del Garda – irgendwie muss man ja noch alternativ über die Berge kommen – Möglichkeit 3 wird gewählt. Kurzer Fotostopp am Idrosee, Karte aufgeschlagen, Weg gesucht, Weg gefunden.
Nach dem Lado d’Idro biegen wir in Pieve Vecchia in Richtung Lago di Valvestino ab.

 

4. Lago di Valvestino

Lago_di_Valvestino_115.25 Uhr – uneinsehbar

Nachdem wir den Ort Idro passiert haben, der einen ähnlichen Eindruck wie Storo macht, geht es immer steiler bergauf. Die Straßen werden enger, zum Glück gibt es hier keinerlei Verkehr. Wir haben bereits 400 Höhenmeter überwunden, da kommen wir zu einer Tankstelle. Kurzer Stopp, Nahrungsaufnahme.
Doch die Tankstelle ist scheinbar nur zum Tanken geeignet – kein Shop. Nur drei oder vier Sorten Eis am Stiel gibt es hier zu kaufen. Na gut, dann ist für heute Nachmittag Schmalhans Küchenmeister und wir genehmigen uns nur ein kleines Eis.
Nach der Tankstelle geht es zwar nicht wesentlich höher hinauf, aber die Straße wird immer schmaler und durch den Straßenverlauf entlang der Berge werden die Kehren immer uneinsehbarer. Ich hupe lieber vor jeder Kehre, denn Ausweichen geht nicht. Hupen ist ja unter italienischen Autofahrern sowieso ein Volkssport und um auf eine Gafahr (nämlich unser Auto in einer Kehre) hinzuweisen darf man ja hupen.
Der Lago di Valvestino ist ein Stausee. Auf höhe der Staumauer halten wir für einen kleinen Spaziergang an. Schon beeindruckend was von Menschenhand aus Beton und Stahl in die Landschaft gestellt werden kann. Sauberer Strom, schönes, interessantes Landschaftsbild – Alles in Allem eine gute Idee.
Zurück am Auto geht es den wenig befahrenen Bergpass, der im Sommer bestimmt ein Eldorado für Motoradfahrer ist, wieder hinunter zu Gardasee. Am nördlichen Teil des Westufers geht es dann durch diverse Orte (z.B. Limone Sul Garda), die teilweise wie Schwalbennester an den Bergen kleben, zurück ins Hotel. Kurz frischmachen, ein paar Kleinigkeiten im Supermarkt einkaufen, Abreise in den benachbarten Ort Arco. Hier lassen wir den Tag nach einem tollen Abendessen in der Innenstadt von Arco ausklingen. War dann doch sehr interessant heute, wenn auch ungeplant und etwas unkoordiniert.

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